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Nachricht vom Freitag, den 02.08.2013

7 Stunden lang im 5-Minutentakt von U-Bahn überfahren - Taubenjunges lebt!

Freitag. 2. August, 7Uhr früh,

Berufsverkehr am Berliner Platz. Von wartenden Menschen wird zwischen den Schienen der U 17 nach Margaretenhöhe ein Taubenjunges entdeckt, offensichtlich am Leben, aber flugunfähig. Keiner unternimmt etwas. Nicht einmal ein Gespräch über mögliche Hilfsmaßnahmen. Alles steigt ein im Wissen, dass man über das Taubenjunge rüberfahren wird. Die Bahnen kommen schnaufend und quietschend, eine nach der anderen, entleeren und füllen sich und fahren wieder.

Nur eine Frau, die trotz eines wichtigen Termines mehrere Züge abgewartet hat, will zum Taubenbaby runterklettern, wird aber von einem Mann abgehalten wegen Stromschlaggefahr auf den Gleisen. Zu Recht. Aber die Frau gibt nicht ganz auf. In Ermanglung eines Handys ruft sie von unterwegs zu ihrem Termin die Feuerwehr an. Die verspricht zu helfen, wenn das Taubenjunge später noch leben sollte, da sie - verständlicherweise - nicht zu einem toten Tier kommen will.

Die Frau alarmiert den Taubenschutzverein „Villa Flügel e.V.” in Altendorf, der versehrten Straßentauben in einer Pflegestation Hilfe und Unterkunft bietet. Man versucht mit einem langarmigen Kescher das Taubenjunge zu fangen. Es misslingt. Das Kleine flattert hoch und an den Bahnsteigrand, wo es mehrmals vergeblich versucht, über den Rand zu gelangen. Jetzt ist es noch gefährdeter, weil außerhalb der Schienen, zwischen naher Gleismauer und heranbrausender Bahn. Es überlebt .

Ein neuer Fangversuch, jetzt schon gestört durch den schimpfenden Sicherheitsdienst, bringt das Junge auf die andere Schienenseite. Wo es erschöpft an der Mauer sitzen bleibt, immerhin einen halben Meter etwa von den Bahnen entfernt. Aber ganz nahe zum Tunnel, wo jedes Fangen aussichtslos wäre.

Die beiden Sicherheitsbeamten sind von Anfang ihres Erscheinens an gegen jedes Helfen. Sie zeigen unverhohlen ihre Verachtung für Tauben und deren Beschützer. Sie drohen mehrmals mit Einkassieren des Keschers und bei Nichtgehorchen mit Hausverbot in der U-Bahn. Erst als sie schließlich die Polizei ordern, die sich mit 3 Uniformierten vor den versprengten Hilfesuchenden (ein einziger Passant mischt sich helfend ein!) als hellblaue Front aufbauen , kommen von den Security-Leuten (ohne Namen, nur mit Nummern besteckt) auch mal Argumente statt Verbote - sozusagen als Unterstützung der Polizei.